Götz Schrage

Statussymbole für nicht so reiche Rapper

Bei welchem Kleidungsstück darf man nicht sparen, Herr Money Boy?

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Wenn jemand über Geld reden kann, dann Money Boy! Unter diesem Pseudonym wurde der österreichische Rapper Sebastian Meisinger zum Helden einer Generation. Von Anton Rainer

Money Boy versinkt in einer schwarzen Ledercouch, rutscht immer tiefer und tiefer hinein, irgendwie erinnert er an ein Riesenbaby. Noch anderthalb Stunden, dann beginnt sein Konzert in München. Das Outfit stimmt schon mal: Money Boy trägt einen beigefarbenen Hoodie, weiß-rote Sneaker und glitzernden Schmuck. Wie viel das Bling wert ist? Keine Ahnung. Aber Money Boy streichelt es, als wäre es sein Ein und Alles.

Herr Money Boy, wie werde ich reich? 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu hustlen. Man muss etwas finden, wofür man Leidenschaft aufbringt, und dann hard worken, jeden Tag das Maximum ausnutzen und immer versuchen, Neues zu lernen. 

Na ja, viele Leute haben Leidenschaft, bekommen aber nichts dafür. 

Man sollte sich überlegen, was ein Feld sein kann, in dem viel Money drinsteckt. Meine Marktlücke war der deutsche Rap, der damals viel kleiner war. Hier haben die Leute klassisch Alben releast, während in Amerika jeder wahnsinnig viel Musik droppte, in der Hoffnung, dass ein Song explodiert.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der Ausgabe 2/2019.
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