Vor einer Mülltonne in einer Seitenstraße in Athen sitzt der Mann, der fast keine Zähne mehr hat. Sein Gesicht ist blass und ausgemergelt. Leute ziehen vorbei, doch der Obdachlose, der wie 60 aussieht, aber vermutlich jünger ist, scheint sie nicht mal zu sehen. Seine glasigen Augen sind nur auf die Glaspfeife in seiner Hand gerichtet, die er mit einem Feuerzeug erhitzt. Ein paar Sekunden noch bis zum nächsten Schuss.

Sissa heißt die Droge, die Griechenlands Arme zerstört. Das "Kokain der Armen" wird sie auch genannt. Weil eine Dosis gerade mal ein bis zwei Euro kostet - fünfmal weniger als Heroin. Seit der Finanzkrise, die vor einem Jahrzehnt begann, hat sich der Stoff rasant in Griechenland verbreitet.

Besonders bekannt ist die Billigdroge in Athen. Öffentliche Plätze und Straßen in der Innenstadt gelten als Treffpunkte für Drogensüchtige, wo Sissa gespritzt oder geschnupft wird. Viele inhalieren die Droge auch mit einer Glaspfeife - daher der Name, der wie das arabische Wort für Wasserpfeife

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