Oleh
	Senzow
Gene Glover / Agentur Focus
Oleh Senzow

Oleh Senzow über seine Haft nach der Krim-Annexion

"Sie versuchen, unter deine Haut zu kriechen"

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Der ukrainische Regisseur Oleh Senzow saß fünf Jahre in Russland im Gefängnis. Hier spricht er über Verhörtechniken des Geheimdienstes - und über ein Einmachglas, das ihm Hoffnung gab. Von Christian Esch

Der ukrainische Regisseur Oleh Senzow, 43 Jahre alt, stammt von der Krim. Als Russland die Halbinsel annektierte, geriet er als Gegner der Annexion in Haft – und wurde zum prominentesten ukrainischen Häftling in Russland. Internationale Filmemacher, Menschenrechtsorganisationen, russische Bürgerrechtler setzten sich für ihn ein. Am 7. September kam er im Zuge eines Gefangenenaustauschs frei. Auf die Krim, wo seine Mutter und seine zwei Kinder bis vor Kurzem lebten, kann er allerdings nicht zurück. Wir sprachen ihn in Berlin. Es ist sein erstes Interview für ein deutschsprachiges Medium.

SPIEGEL: Herr Senzow, Sie haben fünf Jahre in russischen Lagern verbracht. Waren Sie aufgeregt, als Sie von dem Gefangenenaustausch erfuhren?

Senzow: Als sie mich aus Nordrussland nach Moskau verlegten und ich neun Tage dort wartete, war ich sehr ruhig. Ich habe das emotionslos erlebt, auch noch im Flugzeug und sogar bei der Landung. Bis ich meine Tochter gesehen habe, da kamen dann die Gefühle. Ich habe verstanden:

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