Ein Geständnis! Seit Jahrzehnten hatten Experten darauf gehofft: endlich Klarheit in dem erbitterten Streit um den Brand des Reichstags 1933.

Am Abend des 27. Februar war das Parlamentsgebäude in Flammen aufgegangen. Das Inferno, weithin sichtbar im dunklen Himmel über der Berliner Innenstadt, wirkte wie ein Fanal für die Verbrechen, die folgten. Die Nazis beschuldigten sogleich die Kommunisten und setzten die Notverordnung "Zum Schutz von Volk und Staat" durch. In Deutschland herrschte Bürgerkriegsatmosphäre, Adolf Hitler war seit vier Wochen Reichskanzler, noch war seine Macht nicht gefestigt. Mit der Notverordnung hatten seine braunen Schläger freie Bahn.

Fortan konnte jeder ohne Anklage verhaftet, konnten Wohnungen durchsucht, Zeitungen zensiert, Briefe geöffnet, Telefone abgehört werden. Zehntausende wurden in den kommenden Wochen festgenommen, viele gefoltert, manche ermordet. Die Terrorwelle nach dem Reichstagsbrand ebnete Hitlers Regierungskoalition aus NSDAP und Deutschnationaler

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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