Neulich kam unser Elektriker vorbei, um eine Außenleuchte zu reparieren. Der Mann hat das 63. Lebensjahr überschritten, er ist topfit und würde gern noch ein wenig weiterarbeiten. Auch mir würde das gefallen; denn es ist gerade nicht besonders leicht, einen Elektriker zu finden.

Leider aber hat der Mann von der Rentenversicherung ein Angebot bekommen, das er nicht ablehnen will. Wenn er in ein paar Monaten die sogenannte Rente ab 63 beantragt, so haben ihm die Beamten vorgerechnet, kann er zwei Jahre früher das volle Altersgeld kassieren und einen Gewinn von mehreren Tausend Euro einstreichen. Arbeit lohnt sich dann nicht mehr. Würde er nebenbei weiter Leitungen verlegen oder Steckdosen installieren, dürfte er bis zum Erreichen der Altersgrenze höchstens 6300 Euro im Jahr zusätzlich verdienen, ohne dass die Einkünfte auf seine Rente angerechnet würden. Zu wenig, als dass sich der Aufwand bezahlt machte. Der Handwerker meines Vertrauens hat seine Schlüsse daraus gezogen. "Ich gehe mal davon

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