SPIEGEL: Frau Funck, Sie haben vor einigen Wochen unter dem Motto »Es krabbelt im Museum« zu einer Art Krisentagung geladen. Haben Deutschlands Ausstellungshäuser ein Hygieneproblem?

Funck: Auf jeden Fall beobachten wir immer öfter das plötzliche Auftreten großer Mengen an bereits bekannten Arten wie Kleidermotten oder Brotkäfer. Zusätzlich haben wir es auch verstärkt mit Tierchen zu tun, die uns bis vor einiger Zeit eher unbekannt waren, darunter bestimmte Silberfischchen oder holzzerstörende Käferarten. Speziell naturkundliche und textile Sammlungen sind aufgrund der empfindlichen Materialien gefährdet. Mit mangelndem Hygienebewusstsein hat das aber nichts zu tun.

SPIEGEL: Sondern?

Funck: Ein Grund ist, dass wir heute sehr viel sensibler mit der Thematik umgehen und uns daher mehr auffällt. Daneben gibt es viel mehr Sonderausstellungen als früher. Das ist für das anspruchsvolle Publikum natürlich attraktiv, verursacht aber einen regen Leihverkehr zwischen den Museen weltweit. So reisen dann

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 12/2019.
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