Wer das Hair-Gefängnis südlich der arabischen Hauptstadt Riad zum ersten Mal betritt, könnte das Gebäude für ein Hotel halten. So beschreiben es zumindest Leute, die schon mal da waren. In den Zimmern gibt es angeblich ein Kingsizebett, einen Kühlschrank, Fernsehen und eine Dusche. Nur die Sicherheitsmänner mit ihren Maschinenpistolen stören das Bild - und die Gäste. Es handelt sich zumeist um Terroristen von al-Qaida oder dem Islamischen Staat, die von der Regierung unter Kronprinz Mohammed bin Salman dort eingesperrt werden.

Bis Dienstag dieser Woche saß in dem Hochsicherheitskomplex auch ein Mann ein, den man dort nie vermutet hätte, der frühere McKinsey-Partner Hani Khoja, 49. Er gilt bei vielen Kollegen in Saudi-Arabien wegen seiner Fachkenntnis und Integrität als Vorbild. Khoja wurde im November 2017 zusammen mit 380 Prinzen, Ministern und Geschäftsleuten verhaftet und zunächst ins Luxushotel Ritz Carlton verfrachtet, danach ins Hair. 

Die meisten seiner ehemaligen Mitgefangenen kamen

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