Kaum ein amerikanischer Intellektueller hat eine so bewegte Biografie hinter sich wie Robert Kagan. Der Historiker begann seine Karriere in den Achtzigerjahren während der Amtszeit Ronald Reagans. Er schrieb Reden für dessen Außenminister George P. Shultz und beriet später die republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain und Mitt Romney. Kagan, 61, ist einer der prominentesten Vertreter der neokonservativen Denkschule. Er war ein Verfechter einer militärischen Intervention im Irak, was ihm später vor allem im linken Lager viel Kritik eingetragen hat. Sein Glaube an die Rolle der USA als Hüter der liberalen Weltordnung ist ungebrochen.


SPIEGEL: Mr Kagan, Donald Trumps Entscheidung, die US-Truppen aus Nordsyrien abzuziehen, hat enorme Konsequenzen: Sie öffnete die Tür für eine türkische Invasion, stärkte den Einfluss Russlands und Irans in Syrien und untergrub das Vertrauen in die USA. Glauben Sie, Trump war klar, welchen Schaden er mit seinem Befehl anrichten würde?

Kagan: Ich denke

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 44/2019.
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