Dieser Text gehört zur Reihe "Bestseller von SPIEGEL+", er ist zuerst erschienen in SPIEGEL Biografie 3/2018.

In der Mode und im Schlager gab man sich artig und adrett, trug Anzug und Krawatte und den Rock möglichst übers Knie gerafft. Man trank Cognac am Couch-Nierentisch, an der Wand die fein gerahmten Drucke expressionistischer Künstler wie Franz Marcs "Rehe im Wald". Man sang "Ganz Paris träumt von der Liebe" (Caterina Valente), "Lass uns träumen vom Lago Maggiore" (Rudi Schuricke) oder "Das machen nur die Beine von Dolores" (Peter Alexander).

Für die Menschen heute ist es leicht, die Fünfzigerjahre als Zeit der "Restauration" und der Spießigkeit zu beschreiben. Als eine meist in Schwarz-Weiß-Bildern überlieferte Puppenhauswelt der verklemmten Moral und einer heute grotesk wirkenden Männermacht.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Biografie-Ausgabe 3/2018.
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