SPIEGEL: Herr Jürgs, Sie haben 1981 das letzte Interview mit Romy Schneider geführt. Wie kam es dazu?

Jürgs: Ich kannte sie nicht und war auch kein "Sissi"-Fan. Romy Schneiders Anwalt hatte den Kontakt hergestellt, und ich habe mich vorbereitet wie auf jedes andere Interview. Der Fotograf Bob Lebeck und ich warteten in Quiberon in der Bretagne in der Hotelhalle auf sie. Und warteten. Es war Mitternacht, sie war immer noch nicht da. Warten auf Romy. Plötzlich kam jemand die Treppe heruntergestampft, im Trenchcoat, mit Kopftuch, küsste Bob Lebeck, begrüßte mich und sagte: "Lasst uns erst mal hier rausgehen, ich brauche was zu trinken."

SPIEGEL: Hat Sie die Schauspielerin interessiert oder die Frau in der Krise?

Jürgs: Mich hat der Star interessiert. Mich hat immer interessiert, wie man herankommt an Menschen, von denen wir glauben, alles zu wissen. Wie man mehr rauskriegt, als im Archiv oder, wie heutzutage, im Internet zu finden ist.

SPIEGEL: Und wie?

Jürgs: Indem man mit einer Frage beginnt,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Biografie-Ausgabe 3/2018.
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