Jurij Ganus hat sich nicht viele Freunde in Russland gemacht. Der Chef der russischen Anti-Doping-Agentur, kurz Rusada, ist seit zwei Jahren im Amt und sorgt immer wieder für Schlagzeilen: Mal wendet er sich per Video direkt an Präsident Wladimir Putin, um für die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) Zugang zu einem Dopingkontrolllabor in Moskau zu fordern, mal fordert er öffentlich den Rücktritt des gesamten russischen Leichtathletik-Trainerstabs. Dafür wird er in staatlichen Medien angegangen. Dopingvorwürfe gelten nach offizieller russischer Lesart immer noch als Mittel, das Land zu diskreditieren.

"Der russische Sport stürzt in den Abgrund", warnte Ganus unlängst in einem offenen Brief. Der 55-Jährige schrieb ihn, nachdem öffentlich geworden war, dass die Wada Russland verdächtigt, Daten von Dopingkontrolltests aus dem Moskauer Labor vor der Übergabe manipuliert zu haben. Es ist jene Einrichtung, zu der den Wada-Experten zunächst der Zugang verwehrt wurde – obwohl dies die Bedingung

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