Reden wir über Schuhe, über High Heels: Beim Hineinschlüpfen werden die Zehen zusammengedrückt, der Spann wölbt sich nach oben, dabei ziepen einige Sehnen, weil sie ungewohnt stark beansprucht werden. Das Gewicht verlagert sich nach vorn, als ob man auf Zehenspitzen stehen würde. Um das Gleichgewicht zu halten, schiebt sich der Po nach hinten, der Oberkörper strafft sich.

Schon das Anziehen ist eine Balanceübung, erst recht das Gehen: Weil der Fuß nicht gut abrollen kann, setzt man ihn im Ganzen auf, dabei wird das Bein aus der Hüfte nach vorn geschoben. Nach wie vor liegt das Gewicht auf dem Vorfuß. Die Zehen beginnen als Erstes zu schmerzen. Nach einiger Zeit tut der Fußballen weh, irgendwann wird der Schmerz brennend, dann ist es höchste Zeit, sich hinzusetzen. Das schafft ein wenig Erleichterung, aber der Schuh hält den Fuß überstreckt, an Entspannung ist nicht zu denken. Wieder aufzustehen ist die Hölle, die Füße, der ganze Körper signalisieren: Hol mich hier raus!

Dies ist eine Erfahrung,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2019.
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