Einen Tag bevor sich die Stute G Q Covergirl beide Vorderbeine so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden muss, sitzt Dionne Benson auf der Haupttribüne des Santa Anita Park. "Seit März konnten wir die Todesrate im Trainingsbetrieb um über 70 Prozent reduzieren. Das ist großartig", sagt die leitende Tierärztin der Anlage.

Es ist ein ruhiger Donnerstagmorgen in Arcadia, einer Vorstadt von Los Angeles. Benson, 46, schulterlange blonde Haare, trinkt Tee und schaut konzentriert über die ovale Rennstrecke. Seit rund drei Stunden wird hier trainiert, mehr als 50 Pferde traben und galoppieren über den sandigen Boden.

Benson sucht mit zusammengekniffenen Augen die Bahn nach Tieren ab, die Auffälligkeiten zeigen, Zeichen von Schwäche oder Verletzungen; Pferde, die eigentlich im Stall stehen sollten. Manchmal unterbricht sich die Veterinärin selbst mitten im Satz: "Entschuldigung, ich wollte nur schauen, was das Pferd dort macht."

Benson weiß: Über jedes angeschlagene Pferd, das unentdeckt bleibt,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2019.
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