Normalerweise sind Investmentbanker voll des Lobes für Unternehmen, deren Börsengang sie organisieren. Da werden Nischenanbieter zu Weltmarktführern hochgejubelt, die Aktien von Parkettneulingen als potenzielle Kursraketen gepriesen. Hauptsache, die Verkaufe stimmt – und das Beratungshonorar.

Doch ausgerechnet beim mutmaßlich größten "Initial Public Offering" (IPO) aller Zeiten liegen die Nerven der beteiligten Banker blank. Das für 11. Dezember geplante Kapitalmarktdebüt des saudischen Ölkonzerns Aramco sei ein "absolutes Albtraum-Mandat", ätzte vergangene Woche ein Mitarbeiter einer ausländischen Investmentbank, der gerade auf dem Rückweg aus Riad war.

Fast einen Tag lang habe er im Königspalast auf Kronprinz Mohammed bin Salman, kurz: MbS, und Aramco-Chef Yasir Al-Rumayyan gewartet – gesehen habe er keinen von beiden. Zugehört hätten sie ihm vermutlich ohnehin nicht. "Die Saudis sind komplett beratungsresistent. Wenn sie dich bezahlen, bist du nur noch Diener." Die karge Ausbeute seines

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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