Der Psychologe Hans-Günter Weeß, 55, beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren klinisch und wissenschaftlich mit dem Schlaf und seinen Störungen. Darüber hat er nun ein Buch geschrieben: "Schlaf wirkt Wunder". Weeß leitet das interdisziplinäre Schlafzentrum am Pfalzklinikum in Klingenmünster.

UNI SPIEGEL: Herr Weeß, Sie schreiben, die Deutschen seien chronisch unausgeschlafen. Wie kommen Sie darauf?

Weeß: Für viele beginnen Schule, Uni und Arbeit zu früh. So bauen wir jeden Tag ein Schlafdefizit auf. Knapp die Hälfte der Deutschen hat täglich bis zu einer Stunde zu wenig Schlaf.

UNI SPIEGEL: Vielleicht sollten sie einfach früher ins Bett gehen.

Weeß: Das sagt sich so leicht. In Wahrheit ist unsere innere Uhr genetisch verankert. Das heißt, wir können aus einer Nachteule keinen Frühaufsteher machen. Wir rauben ihr Schlaf und Lebensqualität. Wenn jemand, der erst spätabends müde wird, morgens um sechs am Rechner sitzen soll, wird das auf Dauer schwer funktionieren. Denn dafür müsste er früher

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der Ausgabe 3/2019.
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