Dieser Text gehört zur Reihe "Bestseller von SPIEGEL+", er ist zuerst erschienen im SPIEGEL 41/2015.

Der Ort, an dem sich die Ängste der Eltern bündeln, an dem all die Wut, die Liebe und der Wahn eine Aktennummer bekommen, liegt hoch über Hamburg, im 16. Stock eines Verwaltungsgebäudes. Hier ist das Büro von Andreas Gleim, 60 Jahre alt, Chefjustiziar der Hamburger Schulbehörde. Als Jurist vertritt er Schulen, die Gegner sind häufig Eltern. Er sagt: "In den letzten zehn Jahren haben sich die Fallzahlen verdoppelt."

1051-mal hat Gleims Abteilung im vergangenen Jahr eine Akte angelegt, so oft wie noch nie. Weil Eltern vor Gericht zogen, wegen Zweien, Dreien und Vieren in den Zeugnissen ihrer Kinder. Weil sie glaubten, die Schule sei nicht gut genug, um ihre Kinder zu erfolgreichen Kindern zu machen. Weil sie überzeugt waren, ihr Kind sei hochbegabt, der Lehrer habe das nur nicht erkannt.

Wenn Gleim ins Reden kommt, fallen ihm Geschichten ein, bei denen man denkt: Die Eltern sind irre.

Einmal klagte

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2015.
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