Wie wichtig Schmerz für unser Leben ist, wissen vor allem Menschen, die keinen Schmerz empfinden können. Einige Dutzend Frauen, Männer und Kinder weltweit, wahrscheinlich sogar mehr, haben eine angeborene Mutation im Erbgut, die ihnen das Empfinden von Schmerzen unmöglich macht.

Diese Menschen spüren kaum etwas, wenn sie auf einen Nagel treten, sodass er sich bis tief in den Fuß bohren kann. Ein gebrochener Arm stört sie nicht weiter, sie zerkauen sich nachts die Lippen, wieder und wieder, ohne etwas zu merken. Und sie können kaum einschätzen, ob es gefährlich ist, vom Dach zu springen, Reißzwecken zu schlucken oder das heiße Bügeleisen anzufassen.

Denn keine andere Sinneswahrnehmung lehrt uns in der Kindheit so viel über unsere eigenen Grenzen wie der Schmerz. Ohne Schmerz zu leben ist lebensgefährlich.

Aber: Schmerz kann das Leben auch zur Hölle machen. Egal, ob klopfende Zahnschmerzen, stechende Knieschmerzen, dumpfe Kopfschmerzen oder einschießende Rückenschmerzen – jeder Schmerz kann

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Wissen-Ausgabe 6/2018.
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