Hatte jemand wirklich geglaubt, dass nun, nach all den Kämpfen, Vorwürfen, Verurteilungen, einfach so zur Tagesordnung übergegangen werden kann? Dass, nachdem der Literaturnobelpreis im vergangenen Jahr – aufgrund zahlreicher Skandale in der Schwedischen Akademie und deren Umfeld – gar nicht vergeben wurde, nun, 2019, einfach zwei Preise vergeben werden? Und dass man dann schon wieder Ruhe und Ehre und Ruhm zurückhat, wie damals, bevor alles ins Rutschen kam?

Nein, das hatte wohl niemand wirklich glauben können. Und die Bücher, die zwei entscheidende Mitspieler in der Affäre um Macht und Sex und Verrat in der Akademie am Donnerstag und Freitag in Schweden veröffentlicht haben, werden die kriegerische Auseinandersetzung ganz neu in Schwung bringen.

Wie fing das noch mal alles an? Im November 2017 warfen 18 Frauen öffentlich dem französischen Fotografen Jean-Claude Arnault, 72, sexuelle Übergriffe vor. Arnault ist der Ehemann der Lyrikerin Katarina Frostenson, 66, die zu dem Zeitpunkt Mitglied

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2019.
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