Als am Mittwoch, dem 1. Mai, in Wien Zehntausende auf die Straße gehen, als die Führer der Sozialdemokratie vor dem Rathaus einen Angriff auf die demokratischen Grundwerte Österreichs beklagen – was macht da der Bundeskanzler?

Sebastian Kurz gibt sich so, als wäre alles bestens. Er verliest Erfolgsmeldungen beim morgendlichen Ministerrat, feiert mit Familien im Schlosspark Schönbrunn und sieht so entspannt aus wie am Vorabend beim Liveinterview in Wien. Da räumte er ein, natürlich gebe es "Momente mit der FPÖ, wo ich mir denke, das darf nicht wahr sein". Aber in der Endabrechnung seien die Gemeinsamkeiten weit stärker. Über die "roten Linien" im politischen Diskurs werde er weiter wachen.

Dabei ist die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), die das Land gemeinsam mit der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) von Kanzler Kurz regiert, im Europawahlkampf gerade dabei, die Grenzen des Sagbaren auszuloten. Gleich beim Rathaus haben die Freiheitlichen Wahlplakate aufgehängt mit dem

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 19/2019.
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