Selfiefotografen auf Moskauer Brücke: Krasse Achtlosigkeit
Mikhail Japaridze/ ITAR-TASS/ IMAGO
Selfiefotografen auf Moskauer Brücke: Krasse Achtlosigkeit

Selfie-Unfälle

Tödliche Eitelkeit

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Rechtsmediziner beobachten einen gefährlichen Trend: Weltweit sterben Menschen bei dem Versuch, möglichst spektakuläre Selfies zu inszenieren. Von Frank Thadeusz

Sie kletterten keine Hochhausfassaden hoch, surften nicht auf Monsterwellen und sprangen auch nicht mit dem Fallschirm über einem Vulkan ab. Meenakshi Moorthy und Vishnu Viswanath pflegten im Gegenteil ein Hobby, das auf den ersten Blick ganz ungefährlich wirkt: Das Paar schoss gern Selbstporträts, sogenannte Selfies.

Doch genau diese scheinbar so harmlose Leidenschaft wurde ihnen wohl zum Verhängnis.

Im vorigen Oktober stürzten Moorthy und Viswanath von einem bekannten Felsvorsprung im kalifornischen Yosemite-Nationalpark mehr als 240 Meter in die Tiefe, als sie sich vor der spektakulären Kulisse des Parks ablichten wollten. Dass ihre Leichen in dem Riesenareal gefunden wurden, war Zufall. Ein Wanderer hatte die zurückgebliebene Fotoausrüstung der Verunglückten an dem Aussichtspunkt entdeckt und eine Suchaktion ausgelöst.

Tragödien wie diese sind kein Einzelfall mehr. Eine Studie indischer Wissenschaftler zählte zwischen Oktober 2011 und November 2017 weltweit insgesamt 259 Todesfälle bei

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 5/2019.
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