Schmiergeld? Bei Siemens? Schon wieder? Kripo-Ermittler aus dem bayerischen Kempten fuhren in den vergangenen Jahren mehrmals in die Siemens-Zentrale nach München und Erlangen, um mit Managern über einen Verdacht zu reden: dass beim Verkauf von Medizintechnik nach Russland erneut bestochen worden sein könnte. Einmal, im März 2016, war der Besuch sogar ziemlich aufdringlich, eine Razzia in Erlangen, in der Sparte Medizintechnik. Doch die Gespräche brachten die Fahnder nicht viel weiter. Von neuen Schmiergeldfällen nach dem großen Skandal 2006 wollte in dem einschlägig vorbelasteten Konzern offenbar keiner etwas gewusst haben.

Umso überraschter dürften die Ermittler gewesen sein, wie heftig sie von Siemens-Leuten auf ein anderes mutmaßliches Vergehen aufmerksam gemacht wurden: ein Preiskartell in Russland. Daran soll die Siemens Medizintechnik-Sparte jahrelang beteiligt gewesen sein; so erklärte das ein interner Ermittler der Compliance-Abteilung, die im Konzern auf saubere Geschäfte achten

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