Das Rechtshilfeersuchen der russischen Strafverfolger, das im August 2012 bei der Kriminalpolizeiinspektion Kempten eintraf, legte den Verdacht nahe, dass der Fall kompliziert werden könnte. Es ging, wie der Verbindungsbeamte des Bundeskriminalamts in Moskau später mitteilte, um den Export von Anlagen der Siemens Medizintechnik aus dem fränkischen Erlangen nach Westsibirien, um dubiose Zwischenhändler, Konten in Liechtenstein und den Verdacht, dass im Zusammenhang mit den Siemens-Geschäften mehrere Millionen Euro Schmiergelder geflossen seien – unter anderem an die Partei Einiges Russland, die Staatspräsident Wladimir Putin nahesteht. Eine Gemengelage, die Polizeiarbeit über Ländergrenzen erheblich erschweren kann. 

Doch die beiden Ermittler des russischen Innenministeriums, die im Dezember ihre deutschen Kollegen im Allgäu besuchten, waren kooperativ und hoch motiviert. In einem Vermerk der Kripo Kempten heißt es: Die russischen Fahnder hätten die Forderung des in Neu-Ulm lebenden früheren

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