Wer in diesen Tagen durch Simbabwe reist, erlebt einen Staat im Zerfall. Eigentlich ist das Land reich an Bodenschätzen und fruchtbarem Land, es gehörte einst zu den Kornkammern Afrikas. Doch es wurde mehrfach geplündert – zunächst von britischen Kolonialherren, seit der Unabhängigkeit 1980 von Robert Mugabe und seiner korrupten Regierung. Als der Diktator Ende 2017 nach fast 40 Jahren an der Macht gestürzt wurde, herrschte für kurze Zeit Hoffnung. Unter dem neuen Präsidenten Emmerson Mnangagwa, so glaubten viele, würde sich Simbabwe endlich erholen. Inzwischen jedoch sind die Zustände schlimmer als unter Mugabe.

In Chegutu, einer kleinen Stadt hundert Kilometer südwestlich der Hauptstadt Harare, ist der Strom ausgefallen. Das Wasser wurde abgestellt. Kleinhändler sitzen an einem Herbstabend im Kerzenschein am Straßenrand. Ein dürrer Junge bettelt um Brot. In einer Kaschemme betäuben sich Männer mit Chibuku, Hirsebier. Man sieht den Menschen den täglichen Kampf ums Überleben an.

Sunday Manda,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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