Irgendwann im Lauf des Abends, die Kellner haben gerade überbackenen Stockfisch und frittierte Zucchiniblüten serviert, sagt eine Frau in der Runde, doch, doch, sie könne sich noch erinnern, Federico Fellini gesehen zu haben. Gleich hier um die Ecke. Es klingt ein bisschen, als hätte sie damals ein Tier erspäht, das auf der Roten Liste steht. Das Artensterben ist ja enorm. Und Federico Fellini, der Regisseur, tatsächlich tot, schon lange. Ein Juniabend in Rom. Zwei Vertreter der deutschen Botschaft sitzen am Tisch. Ein Stipendiat der Villa Massimo. Ein paar Leute aus dem Literaturbetrieb. Freunde des Dichters. Der Dichter selbst, Simon Strauß.

Rom war immer ein Ziel für Künstler. Besonders für diejenigen Künstler, die nicht aus Italien kommen. Goethe trat 1786 seine italienische Reise an, sein Bericht ist ein Klassiker. Später kamen Rolf Dieter Brinkmann, Ingeborg Bachmann.

Jetzt ist Simon Strauß, 30, an der Reihe, auch er veröffentlicht ein Buch über seinen Aufenthalt, "Römische Tage". Ein

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2019.
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