Unternehmenssprecher, die von Kollegen sprechen, wenn sie Journalisten meinen, sind mir suspekt. Das fängt schon bei etwas so Harmlosem an wie der Einladung zu einem Pressegespräch. Die Anrede "Liebe Kolleginnen und Kollegen" befremdet mich. Ein Journalist ist niemals der Kollege eines Pressesprechers. Zu stark divergieren die Interessen. Das gilt erst recht bei einer PR-Firma wie der in Berlin von Ex-"Bild"-Chef Hans-Hermann Tiedje gegründeten WMP Eurocom mit ihren nicht selten dubiosen Kunden und ihrem Chef, Michael Inacker.

Am Wochenende berichtete die "Bild am Sonntag", WMP Eurocom arbeite für Saudi-Arabien und erwecke bei ihrem Auftraggeber den Eindruck, Journalisten in ihrer Meinung über das Königsreich nach Belieben beeinflussen zu können. Den Eindruck vermittelten Unterlagen mit namentlich genannten Redakteuren großer Zeitungen.

Am Montag widersprach Inacker, kündigte aber trotzdem an, das Mandat mit sofortiger Wirkung niederzulegen: nicht wegen der Vorwürfe der Zeitung,

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