Donald Trump, so viel ist bekannt, hat kein Problem damit, Schulden zu machen. Steuersenkungen, Rüstungsausgaben, Mauerträume: Wie er sein Programm finanziert, interessiert den US-Präsidenten nur am Rande. Zur Not nimmt er einfach neue Kredite auf.

Kurios ist, dass das auch sonst kaum jemand zu interessieren scheint. Die Staatsschulden sind mit 22 Billionen Dollar so hoch wie nie in der Geschichte; aber nirgends muss sich Trump groß dafür rechtfertigen. Im Gegenteil, unter US-Ökonomen kommt die Haushaltsführung auf Pump wieder in Mode.

Der schillerndste Vertreter dieser neuen Schulden-Schule ist Olivier Blanchard. Er lehrte an der Harvard-Universität, war Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds und gilt als Meister der steilen These. Kürzlich gab der 70-Jährige seinen Abschied als Präsident der elitären Vereinigung amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler – und Blanchard sagte nicht mit einem Fachvortrag goodbye, sondern mit einem politischen Manifest.

Die Regierungen vieler Staaten,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 9/2019.
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