Am 22. Juni 1941 begann mit dem Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion der brutalste Vernichtungskrieg der Geschichte. In seinem Verlauf wurden Millionen Kriegsgefangener und Zivilisten im Osten ermordet. Damit war zweifelsohne der Tiefpunkt in der Geschichte des deutschen Militärs erreicht. Doch die Integration der Armee in den nationalsozialistischen Unrechtsstaat reicht viel weiter zurück.

Die kleine Reichswehr der Weimarer Republik begrüßte bereits die "nationale Revolution" des Jahres 1933. Denn Hitler versprach sofort die Wiederaufrüstung Deutschlands, insgeheim sogar einen Krieg zur Erringung der Hegemonie.

Die enorme Expansion der Wehrmacht ab 1935 beschleunigte ihren inneren Wandel. Die Masse der neuen Offiziere und Soldaten entstammte einer neuen Generation, nicht wenige kamen aus SA und Hitlerjugend. Zugleich betrieb die Wehrmachtführung in ihrer Schulung und Propaganda eine deutliche Anpassung an die rassistische Ideologie.

Doch noch empfand sich die Wehrmacht als zweite Säule

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der Ausgabe 2/2019.
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