Um neue Wege zu finden, Depressiven wieder Lebensmut zu verleihen, hängen Forscher Mäuse am Schwanz auf. Das Experiment ist nur eines von vielen, die am Picower-Institut des Massachusetts Institute of Technology (MIT) bei Boston durchgeführt werden, aber es demonstriert besonders eindrücklich, warum der japanische Laborleiter Susumu Tonegawa als Wegbereiter einer neuartigen Form der Hirnmanipulation gilt. Mithilfe von Lichtblitzen im Schädel kann er die Gedanken seiner Versuchstiere lenken – und dies mit frappierender Präzision.

Die Wissenschaftler verwenden für das Experiment ganz bestimmte Mäuse, die einige der für Depression typischen Symptome zeigen. Wenn die Tiere beispielsweise vor Schwierigkeiten stehen, geben sie, ähnlich wie zutiefst betrübte Menschen, schnell auf. Um dieses Verhalten zu testen, hängen die Forscher die Nager kopfüber auf.

Der Unterschied zeigt sich dann schnell: Normale Mäuse winden sich nach Kräften, sie versuchen, an ihrem Schwanz emporzuklettern. Depressive Mäuse

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 10/2017.
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