Man kann es geschickt nennen, wie sich Porsche während des Dieselskandals öffentlich präsentierte – oder durchtrieben. Der Autokonzern gab medienwirksam das Opfer, das mit den Betrügereien bei Audi und Volkswagen nichts zu tun habe. Die Zuffenhausener pochten sogar auf Schadensersatz von der Konzernschwester Audi, bei der Porsche seine manipulierten Dieselmotoren eingekauft hatte.

Doch seit dieser Woche ist amtlich: Das selbst ernannte Opfer war auch Täter. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart schickte Porsche einen Bußgeldbescheid über 535 Millionen Euro ins Haus. Die Ermittler bescheinigen dem Autohersteller zumindest Fahrlässigkeit. Das Unternehmen habe Fahrzeuge mit manipulierten Motoren in Europa auch dann noch verkauft, als 2015 in den USA die verbotenen Abschalteinrichtungen bei Audi entdeckt worden waren und Porsche dort bereits eigene Autos aus dem Verkehr ziehen musste.

Und das geschah offenbar keineswegs fahrlässig, wie vertrauliche Unterlagen der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 20/2019.
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