Als ich 13 Jahre alt war, wollte ich entweder Tennisprofi oder Fußballer in der Bundesliga werden. Über meinem Bett hing ein Poster von Jimmy Connors, in meiner Fantasie sah ich mich Wimbledon gewinnen wie er. Wenn ich dann bei Klubmeisterschaften früh verlor, dachte ich, es sei wohl doch wahrscheinlicher, dass ich Arminia Bielefeld mit meinem Tor gegen den FC Bayern zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft schießen würde. Was man so träumt, als Kind.

Neulich brachte mein Sohn aus der Schule eine Chemiearbeit mit nach Hause, die Note war eher schlecht. Ich sagte ihm, er müsse sich auf den Hosenboden setzen und lernen, ich wisse nicht, wohin das alles mit ihm sonst noch führen werde. Was man so sagt, als Vater.

Mein Sohn, der 13 ist, schaute mich nachsichtig an. "Keine Sorge, Papa, ich habe einen Plan", sagte er. "Ich werde 'Fortnite'-Profi. Wenn ich die erste Million gewonnen habe, wirst du stolz auf mich sein."

Für alle, die nicht mit pubertierenden Kindern zu tun haben: Fortnite ist das populärste

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 14/2019.
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