Noch bevor das erste Wahlplakat geklebt war, sah sich der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez gezwungen, ein Glaubensbekenntnis als guter Spanier abzulegen: "Es wird kein Referendum in Katalonien geben, keine Unabhängigkeit, keinen Bruch der Verfassung", rief er vor Anhängern in Zaragoza. "No es no!", nein heißt nein. Er werde den spanischen Staat, der aus 17 Autonomen Regionen besteht, "mit Zähnen und Klauen verteidigen".

Am Sonntag wählen die Spanier ein neues Parlament. Sánchez ist seit vergangenem Juni Ministerpräsident Spaniens, und das will er bleiben. Im Wahlkampf muss er nun beweisen, dass er kein "Vaterlandsverräter" ist, als den ihn das rechte Lager darstellen will.

Er war dank eines Misstrauensvotums gegen den Konservativen Mariano Rajoy auch mithilfe katalanischer Separatisten an die Macht gekommen. Seither versuchte er, das Verhältnis zur Regionalregierung zu entspannen. Deshalb behaupten nun seine politischen Gegner, Sánchez werde mit Separatisten, Kommunisten und

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 17/2019.
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