Es ist etwa Viertel vor fünf, als Sascha Raabe das Wort ergreift. Die SPD, sagt Raabe, sozialdemokratischer Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Hanau, habe nach außen vor allem zwei Gesichter: Andrea Nahles und Olaf Scholz – und er erlebe nun einmal in seinem Wahlkreis, "so leid es mir auch tut", dass die beiden dort nicht ankämen.

Raabe sagt das am Mittwochnachmittag in der Sondersitzung der SPD-Bundestagsfraktion. Als er redet, läuft die Sitzung schon eine Weile, es geht um den Plan von Andrea Nahles, in der kommenden Woche die Machtprobe zu suchen und die Wahl zum Fraktionsvorsitz vorzuziehen.

Raabe wendet sich an Scholz, Vizekanzler und Finanzminister: "Du wirst wahrgenommen als kaltherziger Technokrat."

Er wendet sich an Nahles, Partei- und Fraktionsvorsitzende: "Ich mag dich von Herzen gern, und ich werde immer sagen, dass du 'ne tolle Arbeitsministerin warst, 'ne tolle Fraktionsvorsitzende. Aber es ist halt deine Tragik, dass du das nicht verkauft bekommst."

Was Raabe da sagt: Es

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2019.
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