Es ist nicht lange her, dass sich die FDP in einer existenziellen Krise befand. 2013 hatte sie in einer unionsgeführten Bundesregierung zu viel auf Kompromiss und zu wenig auf Profil gesetzt, sie hatte einen Großteil ihres Führungspersonals verschlissen und bei der Bundestagswahl nicht mal mehr die Fünfprozenthürde überwunden. Ihr Image war ruiniert, oder wie es Parteivize Wolfgang Kubicki damals ausdrückte: "Die FDP hat als Marke generell verschissen."

Viel spricht dafür, dass sich die deutsche Sozialdemokratie heute in einer ähnlichen Lage befindet. Die Partei weiß nicht mehr, wofür sie steht. Sie hat Vorsitzende schnell aufsteigen und noch schneller fallen lassen. Und sie hat sich in der Großen Koalition wund regiert, weshalb viele Genossen nun grundsätzliche Fragen stellen: Hat sich die Partei der industriellen Revolution im digitalen Kapitalismus überlebt? Wird sie zerrieben zwischen den Populisten, die ihr die Sozialstaatsthemen, und den Grünen, die ihr das Akademikermilieu streitig

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