Die Erinnerungen hat Karin Fahrenkamp in der obersten Schublade ihres Sekretärs verstaut. Die Zeitungsausschnitte liegen da, die Briefe und natürlich die Fotos: Willy Brandt mit ihr auf Zugfahrt. Willy Brandt bei ihr im Ort. Willy Brandt am Mikro. Überall Willy.

Fahrenkamp bewahrt die Unterlagen in Klarsichtfolien auf. Wenn die Kinder da sind oder ein paar gute Freunde, dann holt sie die Andenken schon mal hervor, aber sie tut es nicht gern. Die Bilder von damals machen sie nachdenklich. "Heute gibt es so wenig Hoffnung für die SPD", sagt sie.

Vor 43 Jahren war alles anders. September 1976. Helmut Schmidt war Kanzler, Brandt SPD-Vorsitzender, fast jeder Zweite wählte die Sozialdemokraten. Sicherer, moderner, gerechter, dafür stand die Partei. "Man wollte da unbedingt mitmachen. Es hatte so eine Klarheit", erinnert sich Fahrenkamp.

Ihr Mann war Genosse, ihr Vater auch, Fahrenkamp trat ein. Normalerweise hätte das niemand mitbekommen, aber Fahrenkamp war das millionste SPD-Mitglied: Lokalreporter

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 18/2019.
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