Gerald Knaus, 48, ist der Vorsitzende der Europäischen Stabilitätsinitiative, einer Denkfabrik mit Sitz in Berlin. Er gilt als der Erfinder des Flüchtlingsdeals zwischen der EU und der Türkei.

Einfache Ideen sind attraktiv, suggerieren sie doch einfache Lösungen. Etwa diese: Den Weg an die Macht könnten deutsche Sozialdemokraten finden, indem sie die harte Asylpolitik der dänischen Genossen kopieren. Eine dänische Zauberformel, ins Deutsche übersetzt: mehr Sarrazin wagen.

Die Wirklichkeit ist komplizierter. Zwar gingen die dänischen Sozialdemokraten aus der Parlamentswahl am Mittwoch als stärkste Partei hervor, doch das waren sie auch schon zuvor. Die Rechtspopulisten haben verloren. Zugelegt aber haben teilweise grüne Parteien.

Ihnen kam zugute, dass Umweltthemen, wie schon bei den Europawahlen, im Zentrum der Debatte standen. Rechtspopulisten, die vor Klimahysterie warnen, hatten da wenig zu sagen.

Gerald Knaus
Alexander Becher / EPA-EFE / REX

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Das scheint auch die österreichische FPÖ, bislang die erfolgreichste rechtspopulistische Partei Europas, erkannt zu haben. Ihr designierter Vorsitzender Norbert Hofer hat gerade angekündigt, dass nach der Ibiza-Affäre um Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache Umweltschutz ein FPÖ-Schwerpunkt sein wird. Heißt es demnächst bei Europas Rechten: mehr Greta wagen?

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2019.
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