Vielleicht wäre die ganze Sache gar nicht aufgefallen, hätten die Spender eine andere Standardsumme für ihre Überweisungen gewählt. Aber so: 9900 Euro pro Zahlung, also knapp unterhalb der Schwelle, ab der das Parteiengesetz vorschreibt, die Spende zu veröffentlichen. Das Ganze 48-mal, sodass in viereinhalb Jahren eine beträchtliche Summe zusammenkam: 475.000 Euro. Bezahlt von einem Bauunternehmer und dessen Umfeld.

Empfänger des Geldsegens war der SPD-Ortsverein Stadtsüden in Regensburg, eine kleine Parteigliederung mit gerade einmal zwei Dutzend Mitgliedern unter dem Vorsitz von Joachim Wolbergs. Wolbergs, der Name hatte Klang in der Region, ein politischer Aufsteiger, Bürgermeister und dann Oberbürgermeister von Regensburg. Mit dem Geld seines Ortsvereins machte er Wahlkampf. Spendenquittungen stellte er selbst aus.

Der Kommunalpolitiker Wolbergs, 48, als Nehmer und der Bauunternehmer Volker Tretzel, 76, als Geber sind die Hauptfiguren des Falls, in dem es um eine ziemlich dreiste Form

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2019.
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