Kim Holmén lässt das Auto hinter sich und geht das letzte Stück zu Fuß. Rinnsale aus Schmelzwasser durchziehen die Erde und verwandeln sie in Schlamm, der an den Schuhen haften bleibt.

Sein Begleiter schultert ein Gewehr als Schutz gegen ausgehungerte Eisbären, denen der Klimawandel zusetzt. Aber nicht deswegen fürchtet sich Holmén.

Er ist ein Direktor des norwegischen Polarinstituts auf Spitzbergen, einer Inselgruppe am Nordpolarmeer. Die Gefahr, um die er sich sorgt, liegt ganz in der Nähe, unter den Sohlen seiner Stiefel.

Holmén trägt eine gefütterte Jacke, eine pinke Strickmütze und einen langen Vollbart. Er ist ein exzentrischer Wissenschaftler, in Sorge um das arktische Klima. "Es verändert sich als Erstes, am meisten und am schnellsten, und das hat Auswirkungen auf die ganze Welt", sagt er.

Aufgrund der Erderwärmung steigen die Temperaturen hier doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Seit 1971 ging die Durchschnittstemperatur in Spitzbergen um vier Grad nach oben, im Winter

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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