Tote Oma kann so aussehen: ein Haufen Sauerkraut, ein Haufen Salzkartoffeln, über die ein bisschen Petersilie geworfen wurde, den Rest des Tellers bedeckt eine dunkelbraune, halbfeste Masse voller Stückchen, bei der man leider an eine Kuh mit Verdauungsproblemen denken muss.

Tote Oma kann auch so aussehen: ein Töpfchen, oben bedeckt von einer hellen Masse, die fast nach Vanille aussieht, darüber häuft sich anmutig Kartoffelstroh, auf dem ein Blättchen Kerbel ruht, dazu ein bisschen Majoran.

Tote Oma ist ein Gericht, das in einigen Regionen Ostdeutschlands viel gegessen wurde und wird. Im ersten Fall wurde es auf traditionelle Weise zubereitet, in Wernigerode in einem bürgerlichen Lokal, das vor allem Touristen aufsuchen, bevor sie mit der Dampfeisenbahn den Harzer Brocken hinauffahren. Man könnte auch laufen, was nach einer Toten Oma aber beschwerlich wäre.

Im zweiten Fall kommt das Gericht aus dem Restaurant Zeitwerk, ebenfalls in Wernigerode ansässig. Hier ist es Teil eines Menüs mit einem

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 54/2019.
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