Es gibt nicht viele Sätze, mit denen sich Angela Merkel ihren Landsleuten ins Gedächtnis gebrannt hat. Ihr Loblied auf die "schwäbische Hausfrau" gehört in jedem Fall dazu. Mit kaum etwas anderem können sich die Deutschen so sehr identifizieren wie mit der Idee, dass der Staat nur so viel ausgeben soll, wie er einnimmt, möglichst keine Schulden macht und Kredite rasch zurückzahlt. Nur ein ausgeglichener Haushalt ist ein guter Haushalt, so lautete das Motto der Kanzlerin. Dafür sprach nicht nur die historische Erfahrung etwa der Hyperinflation der Zwanzigerjahre, sondern auch das moralische Gebot der Nachhaltigkeit. Denn eine Regierung, die auf Pump wirtschaftet, reicht ihre Rechnungen einfach samt Zins und Zinseszins an nachfolgende Generationen weiter - und versündigt sich so an den eigenen Kindern und Kindeskindern.

Der Kampf gegen staatliche Defizite wurde deshalb nirgendwo mit solch parteiübergreifender Inbrunst geführt wie in der Bundesrepublik. Schuldenbremse, Maastricht-Kriterien,

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