Der Tag, an dem Alexa S. erfährt, dass einer ihrer beiden Söhne nicht mehr lebt, ist ein Dienstag im November 2017. Sie liegt auf der Liege des Frauenarztes, den Pulli bis zur Brust hochgekrempelt, den Bauch mit Gel beschmiert. Der Arzt drückt den Schallknopf auf ihren Bauch, direkt auf das Herz des kleinen Arthur. Doch das pocht nicht wie sonst. Es steht still. 

"Der Arzt sagte nichts", erinnert sich die 28-Jährige mit Tränen in den Augen. Er suchte nach Leopold, dem zweiten Sohn, fand sein Herz. Es schlug. "Ihm geht es gut", sagte er schließlich. "Aber beim anderen habe ich kein Herz schlagen sehen", entgegnete Alexa. Der Arzt antwortete nur: "Es tut mir leid." 

Alexa steht auf, lässt sich eine Überweisung fürs Krankenhaus geben, verlässt die Praxis, setzt sich ins Auto. "Ich habe nur geschrien, so laut ich konnte, meinen Gefühlen freien Lauf gelassen. Es konnte doch nicht wahr sein. Arthur war so gesund." 

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