In München wird im kommenden Jahr ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Der SPD-Amtsinhaber Dieter Reiter muss sich gegen zwei starke Herausforderinnen behaupten, die eine von der CSU, die andere von den Grünen. Da kann es nicht schaden, im Vorfeld die Nerven der Autofahrer zu beruhigen.

Fahrverbote seien "weder verhältnismäßig noch notwendig", sagte Reiter diese Woche, als seine Verwaltung neue Zahlen veröffentlichte. Die "real gemessenen Werte im gesamten Stadtgebiet" lägen "deutlich unter den Berechnungen des Umweltamtes", nun gebe es "belastbare Fakten".

Ein Kommunalpolitiker im Kampf gegen Fake News? Jedenfalls stehen die Sätze Reiters für einen bundesweiten Trend. Vielerorts zeigen Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker gerade einen Wertewandel der besonderen Art: Angesichts drohender Dieselfahrverbote ziehen sie die etablierten Mess- und Prognoseverfahren für Luftschadstoffe in Zweifel. Tenor: alles unsicher, lieber nachmessen, zusätzliche Instanzen müssen befragt werden.

München unterhält

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 6/2019.
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