Mutmaßlicher Attentäter Chekatt: Diebestour am Bodensee
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Mutmaßlicher Attentäter Chekatt: Diebestour am Bodensee

Dschihadist und Gangster

Wer war Chérif Chekatt?

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Jahrelang zog er durch Europa, brach in Hotels, Kanzleien und Wohnungen ein, nun wurde er auf einem Straßburger Weihnachtsmarkt zum Attentäter. Wann hat sich Chérif Chekatt radikalisiert? Von Matthias Bartsch, Maik Baumgärtner, Jörg Diehl, Martin Knobbe, Philipp Seibt, Wolf Wiedmann-Schmidt

Als Chérif Chekatt im Juni 2016 im Singener Amtsgericht saß, gab er sich ahnungslos. Er sei als Tourist im schönen Engen nahe dem Bodensee gewesen, wo man an klaren Tagen die Alpen sehen kann. Er reise eben viel, sagte der junge Franzose. Der Richter glaubte ihm kein Wort: Wer treibt sich schon im Januar nachts um 2.24 Uhr in einem Ort mit 11 000 Einwohnern herum?

Dann wurden die Beweise präsentiert: Eine Überwachungskamera hatte aufgenommen, wie Chekatt am Bahnhof der Stadt in Baden-Württemberg in eine Apotheke eingebrochen war. In einer Zahnarztpraxis in Mainz war ein Taschentuch mit seiner DNA gefunden worden. Daraufhin gestand der Mann die beiden Einbrüche, es waren nicht die ersten.

Jahrelang zog Chekatt durch Frankreich, die Schweiz, Luxemburg und Deutschland, um in Hotels, Kanzleien, Büros, Praxen, Apotheken und Wohnungen einzubrechen. Er hebelte Türen auf, knackte Schließzylinder, kletterte durch Toilettenfenster, riss Tresore aus der Wand und erbeutete Zehntausende Euro. Auch Briefmarken

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 51/2018.
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