Ende August zog die französische Großreederei CMA CGM die Reißleine. Der Konkurrenzkampf im Containergeschäft ist gnadenlos, die ersten beiden Quartale 2019 brachten hohe Verluste, der in Marseille ansässige Carrier hat über 18 Milliarden Dollar Schulden angehäuft. Um die Kasse wieder zu füllen, will die Konzerntochter CMA Terminals (CMAT) einige ihrer 32 Beteiligungen an Hafengesellschaften verkaufen.

Viele Reedereien besitzen Anteile an Terminals – sie wollen nicht bloß am Transport der Container über die Meere verdienen, sondern auch am Verladen der Fracht in den Häfen. Ob die dänische Maersk, die schweizerische MSC oder die chinesische Cosco, alle Branchenriesen mehrten zuletzt ihren Zugriff auf das Geschäft an der Kaikante.

Für die Franzosen jedoch ist das Business weniger profitabel als für die Konkurrenz: CMA CGM operiert unter schlechteren Bedingungen als der Großteil der europäischen Reedereien. Der Grund: In der EU herrscht ein Wildwuchs unterschiedlicher Steuerregeln.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2019.
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