Seit rund sechs Monaten demonstrieren Hunderttausende im Sudan für Reformen. Im April wurde der Diktator Omar al-Baschir abgesetzt, doch danach gerieten die Verhandlungen zwischen Zivilgesellschaft und Militär ins Stocken. Nun will der Sicherheitsapparat die Proteste offenbar gewaltsam beenden.

SPIEGEL: Herr El Gizouli, wie erklären Sie sich diese Kehrtwende?

El Gizouli: Das ist keine wirkliche Wende. Im April wurde der Staatschef entfernt, aber der Apparat blieb – das Militär, die privatisierten Milizen, der Geheimdienst. Sie haben festgestellt, dass jegliches Verhandlungsergebnis zu ihrem Nachteil wäre. Je mehr Zeit verging, desto sicherer wurden sie, dass sie die Macht behalten und höhere Risiken eingehen könnten, ohne irgendetwas aufzugeben.

SPIEGEL: Warum fühlen sich die Verantwortlichen im Sicherheitsapparat gestärkt?

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2019.
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