SPIEGEL: Frau Eisenmann, Sie sind Spitzenkandidatin der CDU in Baden-Württemberg für die Landtagswahl 2021 – als erste Frau überhaupt. Warum hat das fast 70 Jahre gedauert?

Eisenmann: Besser spät als nie. In der Vergangenheit fehlten die weiblichen Alternativen. 2004 trat Annette Schavan gegen Günther Oettinger an, die Mitgliederbefragung ging aber eindeutig zugunsten Oettingers aus. Danach haben sich keine Frauen mehr beworben. Spitzenkandidatinnen fallen auch nicht vom Himmel.

SPIEGEL: Mit Annette Schavan sind Parteifreunde damals recht robust umgegangen, weil sie eine Frau war. Sind Sie einfach härter im Nehmen?

Eisenmann: Vielleicht hat sich in den letzten Jahren auch etwas verändert. Annette Schavan ist nicht durchsetzungsschwach. Ich habe das damals nicht als Entscheidung Mann gegen Frau wahrgenommen. Es ging um die Persönlichkeit und darum, wer in der Partei präsenter war. Dass man mit ­Frauen manchmal robuster umgeht, das höre ich immer wieder. Ich selbst habe das bisher nicht so empfunden.

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