Neulich hatte der Rockmusiker Swjatoslaw Wakartschuk seine Feuertaufe als Politiker. Es war im Studio des Fernsehkanals "Ukrajina" und sollte über kommunale Gastarife diskutieren. Das ist ein ungewohntes Thema für ihn, er hat bisher über Liebe und Abschied gesungen, über Hoffnung und Tränen und den Himmel über dem Dnjepr-Fluss. Der Gaspreis ist kein Stoff für Rockmusik. Aber er ist das ewige Thema der ukrainischen Politik – und weil Wakartschuk mit einer neu gegründeten Partei bei den Parlamentswahlen am 21. Juli antritt, muss er sich da jetzt einarbeiten.

Neben dem Neuling stand Julija Tymoschenko, die erfahrenste ukrainische Politikerin. Mit ihrer runden Brille und der strengen Frisur sah sie aus wie eine Lehrerin, und tatsächlich machte sie die TV-Debatte zum Examen. Wakartschuk fiel dabei durch. Er wusste nicht ansatzweise, was ukrainische Bürger für ihr Gas zahlen, auch der Zuruf eines Studiogastes half ihm nicht weiter. Neben Tymoschenko wirkte er wie ein Schüler, der seinen Spickzettel

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