Der langjährige Finanzminister hat an der Seite Helmut Kohls die deutsche Einheit gestaltet und die Bedingungen für die Einführung des Euro ausgehandelt. In seinen Erinnerungen ("Ehrlichkeit ist eine Währung"; Econ) erzählt der frühere CSU-Vorsitzende von seinen Fehlern und denen seiner Nachfolger. Waigel, 79, arbeitet in der Anwaltskanzlei seines Sohns in München.


SPIEGEL: Herr Waigel, Sie beginnen Ihre Memoiren mit einem Zitat unseres verstorbenen Kollegen Jürgen Leinemann, der über Ihre Augenbrauen schrieb, sie hüpften "wie Schnurrbärte fidel über den Augen". Hat Ihnen der Spott manchmal etwas ausgemacht?

Waigel: Nie. Ich fand das amüsant.

SPIEGEL: Haben Sie jemals überlegt, Ihre Augenbrauen zu stutzen?

Waigel: Die sind, wie die Natur sie geschaffen hat, und so bleiben sie. Mir hat der unvergessene Karikaturist Ernst Maria Lang mal gesagt: "Sie sind karikierbar. Zwei dicke Striche, und man weiß, wer gemeint ist." Das hat mir gefallen.

SPIEGEL: Wir möchten mit Ihnen über einige Männer sprechen,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 16/2019.
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