Da steht sie noch immer. Nach wochenlangem Heckenfeuer aus den eigenen Reihen. Nach drei Tagen, in denen sie wegen ihres Brexit-Kurses von Weggefährten persönlich attackiert wurde wie nie zuvor – als "Verräterin", als "Schande", als "gestört". Nach einer Rede ihres ärgsten Rivalen, der ihr vor 1500 johlenden Zuhörern die Fähigkeit absprach, das britische Volk angemessen zu vertreten. Theresa May steht da, als wäre nichts gewesen. Sie kann nicht anders.

In den nächsten Monaten wird es um alles oder nichts gehen. Für sie, für das Land. Auf diesem Parteitag der Konservativen leitet die britische Premierministerin die letzte Phase ein – im Ringen mit ihrer Partei und mit der EU.

Es ist kurz nach zwölf am Mittwoch dieser Woche, als May im Kongresszentrum von Birmingham vor ihre Partei tritt. Es ist zunächst ein ziemlich komischer Auftritt, weil sie zu den Klängen von Abbas "Dancing Queen" roboterhaft über die Bühne tanzt. Aber in ihrer Rede zeigt sie dann demonstratives Selbstbewusstsein.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2018.
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