Uwe Steimle ist ein Mann schlechter Scherze. Der sächselnde Kabarettist verbreitet in seiner TV-Sendung "Steimles Welt" schon mal verleumderische Gerüchte über Flüchtlinge, er nennt Deutschland gegenüber dem rechtskonservativen Blatt "Junge Freiheit" ein "besetztes Land", und auf der Bühne vergleicht er die rechtsextreme Terrorzelle "Revolution Chemnitz" mit der Olsenbande. Im Sommer erst ließ sich Steimle mit einem "Kraft durch Freunde"-Shirt ablichten - und konnte die Aufregung um den NS-Kalauer nicht verstehen.

In jeder anderen Anstalt der ARD wäre ein Komiker von seinem Schlag untragbar. In Sachsen ist er ein Star, die Quoten stimmen. Für den Sender ist Steimles Popularität ein Dilemma. Der Mann steht dem MDR nicht gut zu Gesicht, aber das Publikum liebt ihn.

Jahrelang drückte sich der MDR um eine klare Position. Erst jetzt scheint Steimles Zeit allmählich abzulaufen. Die Verantwortlichen wollen die Zusammenarbeit mit ihm überdenken. Offiziell heißt es, die Redaktionen seien gerade dabei,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 44/2019.
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