Er ist wieder dort, wo er sich am wohlsten fühlt – auf der Straße. Seit Jahresbeginn reist Recep Tayyip Erdoğan rastlos durch die Türkei, drei bis vier Wahlkampfauftritte absolviert er jeden Tag, ganz so, als träten bei der Kommunalwahl am 31. März nicht Bürgermeister- und Stadtratskandidaten an, sondern er selbst, der Präsident.

Erdoğan steht unter Druck wie seit Langem nicht mehr. Seine Partei, die islamistische AKP, hat seit ihrer Gründung 2001 jede einzelne Wahl gewonnen, doch jetzt werden die Bürger erstmals inmitten einer schweren Wirtschaftskrise an die Urnen gebeten. Und das macht den Präsidenten nervös. Zu Recht.

Erdoğan ist an die Macht gekommen, weil er den Menschen so glaubhaft wie kein anderer Politiker eine bessere Zukunft versprochen hat. Bis 2023 soll die Türkei nach seinen Plänen zu einer der zehn größten Wirtschaftsnationen aufsteigen. Aber zurzeit stehen die Menschen in den Großstädten für verbilligte Lebensmittel Schlange.

Das türkische Bruttoinlandsprodukt ist im vierten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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